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Ein starkes Zeichen für vernetzte Versorgung im Themenfeld Demenz setzten am 29. und 30. Januar 2026 die Fachtage Demenz Lahn-Dill in den Räumen der FeG Dillenburg. Die von der Diakonie Bethanien in Kooperation mit der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Gerontopsychiatrie LDK organisierte zweitägige Veranstaltung zog rund 150 Teilnehmer am Fachtag sowie zahlreiche Besucher beim Rahmenprogramm an.

Theaterstück und Expertenrunde eröffneten die Fachtage

Der erste Veranstaltungstag am 29. Januar startete mit einem Meet & Greet im Pflegezentrum Kronberg. Am Nachmittag präsentierten sich Netzwerkpartner zum Thema Demenz mit Informationsständen im Foyer der FeG Dillenburg. Den emotionalen Höhepunkt des Abends bildete das gut besuchte Theaterstück „Du bist meine Mutter“ des D.a.S. Theaters aus Köln, das bei den Teilnehmern auf positive Resonanz stieß. Im Anschluss bot eine Expertenrunde Gelegenheit für Fragen und Austausch zum Thema Demenz.

Hochkarätige Referenten und bewegende Perspektiven

Der Fachtag am 30. Januar bot den 150 Teilnehmern eine Mischung aus wissenschaftlichen Vorträgen und praxisnahen Impulsen. Hochkarätige Referenten wie Dr. Frederik Haarig (Psychologe und Psychotherapeut), Prof. Dr. Anne Roll (Professorin für gerontologische und geriatrische Pflege) und Martin Hamborg (Vorstandsvorsitzender der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung e.V.) vermittelten fundiertes Fachwissen zu aktuellen Themen der Demenzversorgung.

Medizinische Perspektiven steuerten Markus Boss, Leitender Arzt der Vitos-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Herborn, sowie Dr. Markus Diedrichs, Facharzt für Neurologie, bei. Florian Müller, Fachbereichsleiter Demenz im Pflegezentrum Bethanien Kronberg, stellte innovative Praxisansätze unter dem Motto „Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist!“ vor.

Mut und Humor im Alltag mit Demenz

Besonders bewegende Momente der Veranstaltung bildeten die Erlebnisberichte von Manfred Heigl und Petra Fuchs sowie der des Ehepaars Frank und Yasemin Aicher. Manfred Heigl und Yasemin Aicher sind in jungen Jahren an Demenz erkrankt, und meistern das herausfordernde Leben gemeinsam mit ihren jeweiligen Partnern mit beeindruckendem Humor und großem Mut. Ihr authentischer Einblick in den Alltag mit der Erkrankung berührte die Teilnehmer und verdeutlichte eindrucksvoll, worum es bei guter Demenzversorgung geht: um Menschen und ihre individuellen Bedürfnisse.

Netzwerke statt Konkurrenz

„Die Veranstaltung war ein wichtiger Impuls für die Region und hat gezeigt, dass wir nur zusammen etwas erreichen können. Konkurrenzdenken ist beim Thema Demenz fehl am Platz. Wir müssen ein Netz aufspannen für Betroffene und Angehörige – völlig unabhängig von Anbieter oder Träger“, betonte Daniela Lenz, Leiterin Pflege & Wohnen Hessen & Märkischer Kreis Nord in der Diakonie Bethanien.

Unter dem Motto „Gemeinsam denken. Gemeinsam handeln.“ setzten die Fachtage Demenz Lahn-Dill damit ein starkes Zeichen für eine vernetzte, trägerübergreifende Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in der Region.

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