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Diakonisches Werk Bethanien

Gruppenfoto Jahresfest 122

Jahresfest – ein Bericht

Datum: 25.06.2018
Einrichtung: Diakonisches Werk Bethanien

Abschied und Neubeginn im Diakonischen Werk Bethanien

An diesem Geburtstag gab es viel zu feiern. 122 Jahre Diakonisches Werk Bethanien, war eigentlich schon Anlass genug. Doch das Fest unter dem Motto „Bildung und Wachstum“ prägten zwei besondere und einschneidende Ereignisse: ein Abschied und ein Neuanfang.

In dem feierlichen Gottesdienst in der Bethanien-Kapelle wurde der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Bethanien Pastor Otto Imhof, für den Ende März der Ruhestand begann, verabschiedet. Neben den Worten zur geistlichen Entpflichtung aus dem Leitungsamt in Bethanien würdigte Prof. Dr. Andreas Heiser, Rektor der Theologischen Hochschule Ewersbach, Otto Imhof als hoch geschätzten Mitdenker und Mitgestalter auch der Geschicke des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Mit dem Lied „Von ganzem Herzen will ich dir danken!“ richteten Heinrich Schmidt und das Solinger Heilsarmee-Brass-Ensemble gemeinsam mit der Festgemeinde den Dank für Otto Imhof und dessen Frau Susanne an Gott.

Der Nachfolger an der Spitze, Matthias Ruf, der seit dem 1. Januar in Bethanien tätig ist, wurde für die Wahrnehmung der Leitungsverantwortung gesegnet. „Der weltliche Staatsakt hat im März stattgefunden. Die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden ist aber auch eine Berufung in ein geistliches Amt“, begründete Prof. Andreas Heiser. Gemeinsam mit Helmut König, dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates betete er mit den anwesenden Gästen nicht nur für Matthias Ruf, sondern auch für dessen Frau Maike und Familie.

„Wenn Sie nun vom guten Ruf Bethaniens hören, dann müssen Sie zweimal überlegen, wer oder was gemeint ist“, richtete sich Hartmut Fehler, Vorstandsmitglied und Leiter des Gottesdienstes charmant an die Festgemeinde. Gäste aus der alten Heimat Kassel, Wichard Zimmermann von der Freien evangelischen Gemeinde Kassel-Wilhelmshöhe, würdigten den neuen Vorstandsvorsitzenden als „klugen und weisen Kopf, sehr menschenorientiert und mit großem missionarischen Herz.“ Er sei nie „nur Verwalter gewesen, sondern immer auch Freund und Mensch“.

In der Festpredigt zum Thema „Bildung und Wachstum“ zeichnete Andreas Heiser kurzweilig, informativ und anregend eine Kulturgeschichte der Bildung von der Antike zur Romantik bis heute nach. Mit 2. Korinther 3,18 spitzte Prof. Heiser die Botschaft des Evangeliums zu: „Bildung geschieht durch das Wirken des Christus an uns in dem Maße, in dem wir in das Bild Jesu hineinwachsen“.

Bildung findet darüber hinaus auch praktisch statt. Bethanien bildet in zehn verschiedenen Berufen aus. In informativen und kurzweiligen Interviews u.a. mit der Leitung des Fachseminars für Altenpflege, Tanja Goeke, wurden die Veränderungen in der Pflegeausbildung, die sogenannte „generalistische Pflegeausbildung“ erklärt. Die Angebote der beruflichen Fortbildung im Bildungszentrum Bethanien erläuterte Dorothee Herold-Obermann und verwies auf das stetige Wachstum in den letzten acht Jahren. Matthias Ruf nannte das neu geschaffene „Referat Theologie“ im Diakonischen Werk unter der Leitung von Pastor Ulrich Kühn als einen ersten zukunftsweisenden Akzent.

Bei allem Ernst kam jedoch auch der Spaß in Bethanien nicht zu kurz, zumindest für die Kleinen. Sechzig Kinder feierten ihren Kids-Day und tanzten ausgelassen gemeinsam mit der Gemeindeband „geistReich“ im Gemeindehaus. Nach Blüten basteln und Sandbälle bauen gab es für sie dann noch das Stück „Würfelbrot“ des Wittener BrilLe-Theaters. Mit Witz und Tiefgang führte es dem begeisterten jungen Publikum vor Augen, dass jeder anders ist und dass Anderssein normal ist.

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