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Diakonisches Werk Bethanien

Diakonisches Profil

Diakonisches Profil

Diakonie heißt Dienst. In unseren Einrichtungen sollen die Bewohner, Patienten und Gäste erfahren, dass ihnen gedient wird.

Jeder Mensch hat eine unverlierbare Würde. Das bestimmt unsere Haltung im Umgang mit den uns anvertrauten Menschen, die erleben sollen, dass ihre Würde geachtet und ihnen Wertschätzung entgegengebracht wird – durch Blicke, Worte, Gesten und die jeweils nötige Hilfestellung.

In unserer Dienstgemeinschaft begegnen wir einander mit Offenheit und Ehrlichkeit, gehen freundlich und respektvoll miteinander um und unterstützen uns gegenseitig.

Wir wollen auf die Bedürfnisse unserer Bewohner, Patienten, Gäste und der jeweiligen Angehörigen eingehen, soweit das unter fachlichen, rechtlichen und finanziellen Gesichtspunkten vertretbar ist.

In unseren Einrichtungen laden wir ein zu Gottesdiensten und Andachten und bieten die Gelegenheit zum seelsorgerlichen Gespräch.

Wir sorgen — in Abstimmung mit den Angehörigen und ehrenamtlich Tätigen — für die Begleitung Sterbender. Wir ermöglichen Angehörigen und Mitarbeitern, sich von Verstorbenen angemessen zu verabschieden.

Überzeugungen und Haltungen zeigen sich auch in der Gestaltung von Räumen. In unseren Häusern finden sich christliche Symbole – z. B. Kreuze, Bibelworte und Bilder.

Wir bieten für Mitarbeitende und Angehörige die Möglichkeit ethischer Reflexion.

Wir fördern den Einsatz Ehrenamtlicher in unseren Einrichtungen und begleiten diesen Einsatz.

Wir pflegen intensive Kontakte zu christlichen Gemeinden, insbesondere zu denen im Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR.

Die diakonische Ausrichtung der einzelnen Arbeitszweige lebt von Mitarbeitenden, die ihre Glaubensüberzeugungen und Wertvorstellungen in den Arbeitsalltag einbringen.

Das Diakonische Werk Bethanien gehört zum Diakonie-Bundesverband sowie zu verschiedenen gliedkirchlichen Diakonischen Werken und zum Verband freikirchlicher Diakoniewerke. Mit unseren einzelnen Fachbereichen gehören wir den jeweiligen diakonischen Fachverbänden an.

Solingen, 02.07.2010 OI/rk

Leitlinien der Seelsorge

1. Verständnis

Seelsorge ist die Teilnahme an der Sorge Gottes um den Menschen. Sie gründet im Auftrag Jesu Christi: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ ( Johannes 20,21 ). In der Seelsorge geht es darum, Menschen in der Gestaltung ihrer Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zu Gott zu begleiten.

2. Freiwilliges Angebot

Das Angebot der Seelsorge, das sowohl angenommen als auch abgelehnt werden kann, gilt allen Patienten, Bewohnern und Gästen unabhängig von ihrer religiösen Orientierung.

3. Formen

Krankheit und/oder Alter ist der häufigste Anlass, aufgrund dessen Seelsorge geboten ist und erwartet wird. „Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht“, hat Jesus Christus gesagt (Matthäus 25,36). Neben Trost, Zuwendung und Beistand kann das seelsorgliche Gespräch dazu verhelfen, die eigene Lebenswirklichkeit besser zu erkennen, zu verstehen und zu gestalten. Neben dem Einzelgespräch kommt Seelsorge ebenfalls in verschiedenen Formen der Verkündigung zum Tragen.

4. Häufige Themen

Zu den häufig vorkommenden Themen der Seelsorge gehören die Auseinandersetzung mit Krankheit, Leiden, Sterben und Tod sowie Trauer, Abschied und die Versöhnung mit dem Leben. Auf Wusch von Mitarbeitenden in der Pflege und Angehörigen gestalten die Seelsorger Aussegnungen für verstorbene Bewohner bzw. Patienten.

5. Mitarbeiter

Die Seelsorger und Seelsorgerin unserer Einrichtungen verstehen sich nicht nur als Ansprechpartner für Gäste, Bewohner, Patienten und deren Angehörige, sondern ebenso für die Mitarbeitenden und unterstützen diese in ihrer Selbstfürsorge (Matthäus 22,39). Sie nehmen auch Anteil an ihrem Erleben der unterschiedlichsten Konfliktfelder und begleiten sie bei der Suche nach Lösungen und Veränderungen.

6. Integritätsschutz

Über alle Inhalte der seelsorglichen Gespräche und Begegnungen besteht Schweigepflicht.

7. Seelsorge als Teil des Systems

Seelsorge wird in allen Einrichtungen und Bereichen des Diakonischen Werkes Bethanien von hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen Seelsorgerinnen und Seelsorgern angeboten. Neben den seelsorglich bedürftigen Menschen hat Seelsorge auch die Strukturen der Einrichtungen des Werkes im Blick und fördert einen menschenfreundlichen Umgangsstil im Rahmen der Leitlinien.

Dies geschieht durch Präsenz in verschiedenen Gremien unterschiedlicher Leitungsebenen, im Arbeitskreis Ethik, in der Moderation ethischer Fallbesprechungen, in der Durchführung von Fortbildungen zu psychosozialen und diakonischen Themen, in der Betreuung Ehrenamtlicher sowie in der Förderung spiritueller Elemente im Arbeits- und Lebensraum des DW

8. Teil des Leistungsprofils

Seelsorge gehört zum unverzichtbaren Leistungsangebot unserer Einrichtungen und ist ein Wettbewerbsfaktor des Unternehmens. Sie ist eingebunden in den Leistungskatalog des Werkes und mit den unterschiedlichen Dienstleitungen vernetzt.

Mai 2012

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